Die leiden des jungen Werther
Maxim Gorki Theater Berlin
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Die Leiden des Jungen Werthers

Friday, September 18, 2009 - 7:30 PM

Maxim Gorki Theater Berlin

Maxim Gorki Theater Berlin
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin [ Mitte ]
Germany
http://www.gorki.de


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Nach Johann Wolfgang Goethes Briefroman

"Wenn wir uns selbst fehlen, fehlt uns doch alles." Werther will weg, immer nur weg. Seine Mutter sähe ihn gern in Aktivitäten, doch "tief in seinem Inneren" fühlt er eine Leere. Lotte soll diese "Lücke" füllen. Doch Lotte gehört Albert. Fern jeder Lebensaufgabe und Bindung wird für Werther der freie Wille zur Marter, der in Selbstüberschätzung und Todessehnsucht endet. Ein Klassiker zum Thema Dreiecksbeziehungen. Voller Sturm, Drang und Empfindsamkeit. Also voller Verzweiflung - und einem suizidalen Finale.

Jan Bosse hat gemeinsam mit Andrea Koschwitz aus dem berühmtem Briefroman von 1774 eine eigene Theaterfassung gemacht, die, sich ganz auf Goethes Sprache verlassend, die Modernität des klassischen Textes neu erleben lässt. Annäherung und Distanz, Unterhaltungswut und Besinnungslosigkeit in einer Gesellschaft ohne Werte und Halt kulminieren im Egoismus und der Selbstzerstörung eines verzweifelten Individuums.

Regie: Jan Bosse
Es spielen: Hans Löw, Fritzi Haberlandt und Ronald Kukulies

Die Jury des Berliner Theatertreffens hatte "Die Leiden des jungen Werthers" unter die zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen für das Theatertreffen 2007 nominiert. In der Begründung der Jury heißt es: "ICH könnte mit Großbuchstaben überm eisernen Vorhang stehen, vor dem sich Goethes junger Werther die Liebespein von der Seele redet. ICH ist das erste Wort, mit dem Hans Löw in der Titelrolle die Bühne betritt: ein egomanischer Narziss, ein angeödeter Lebenssüchtiger, der sich in die unerfüllbare Liebe zu Fritzi Haberlandts Lotte wie in ein utopisches Selbstverwirklichungsprojekt stürzt. Da erscheint Lottes langweiliger Verlobter (Ronald Kukulies) plötzlich fast wie ein lebbares Gegenmodell. Pragmatismus, Larmoyanz und Höhenflug - Jan Bosse hat Goethes Text als elegante Pop-Literatur inszeniert, die direkt ins leere Herz der Gegenwart zielt. Und großes, junges Schauspielertheater ist."

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